Texterei: ein wenig Aufregung

decorative-ornament-thumb625751Oft habe ich erwähnt, dass ich vorzugsweise über Textbörsen wie Textbroker oder Content.de schreibe. Mein Autorenprofil bei content.de ist hier verlinkt. Was ist daran nicht zu verstehen?

Da fragt ein potenzieller Kunde per E-Mail an, er war über den Blog auf mich gestoßen. Ich erkläre ihm, dass ich seine Texte gerne schreibe, Aufträge aber nur über Plattformen wie die genannten entgegennehme. Er möchte seinen Text nicht auf ner Börse wissen, dann könnte ihn ja jeder lesen. Ich gab ihm meine Telefonnummer, um zu erklären, was er ohnehin in den AG-Infos und AGB lesen könnte. Es folgte die nächste Erklärbärfrage.

Genau daran habe ich kein Interesse: Ich betreibe keine Aquawiese, Preise sind bekannt (wenn Mensch in mein Profil da oder dort klickt), ich schreibe keine Rechnungen und schon gar nicht renne ich meinem Geld hinterher. Ich kann schreiben und will schreiben, gegen die genannten Begleiterscheinungen bin ich aber allergisch. Das ist so. Punkt.

Ischwillntextzudingensfürpreisbummensoderwasnehmensieeigentlich funktioniert aber nicht mal auf dem von mir bevorzugten Weg. Es ist transparent:

  • Autor legt seinen Wortpreis fest
  • Auftraggeber zahlt eine prozentuale Gebühr drauf
  • Plattform finanziert sich darüber
  • Auftragsannehme = Cash für den Autor

Punkt.

Aber nee, da überlesen einige, gerne bei einer Textbörse, dass sie eben was draufzuzahlen haben, der Autor niemalsnicht den gezahlten Preis bekommt. Noch schöner sind Anfragen, ob ich Texte zu Thema X übernehmen würde, nach Zustimmung und Einigung werde ich aber gefragt, wie das nu funktioniert.

Ächz.

Während ich bei einer Plattform in solchen Fällen auf den freundlichen Support verweisen kann, bin ich bei einer anderen aufgeschmissen. Der freundliche Support dort, sowohl für Autoren als auch für Auftraggeber, arbeitet kontraproduktiv, formuliert schwammig, ist nicht in der Lage zu eindeutigen Anleitungen. Was tipp ich hier eigentlich die Fingerkuppen wund – ist ja schon an der Homepage ersichtlich.

Ey, Jungs, Mädelz, ich brauch keine Zwangsausloggung, kein Zahnpastagrinsen auf einer ansonsten inhaltslosen Seite, keine ewigen Ladezeiten. Ich brauch Effizienz und Effektivität, daneben Transparenz auf allen Seiten. Nicht mal Änderungen erfährt Autor, wenn er nicht im Forum unterwegs ist oder sich zwangsausloggen lässt – das kann glücklicherweise von Haus aus übergangen werden.

Irgendwie scheint noch immer übersehen zu werden, dass sich der Markt über Angebot und Nachfrage reguliert, die Nachfrage aber nicht erhalten bleibt geschweige denn befriedigt werden kann, wenn das Angebot aus dummtechnischen Gründen nicht erfüllt werden kann oder nicht beachtet wird.

Klar, ihr findet genug Dumme, die mal eben für einen Cent p.W. schreiben. Ich gehöre nicht dazu, bin nicht dafür da, jemandem AGB vorzulesen und überlege, ob ich mich doch wieder als Programmiererin betätigen möchte und in den Bereich des Marketing einsteigen sollte – Weißzahngrinsen ist nicht alles!

Echtma …

Eine Antwort zu “Texterei: ein wenig Aufregung

  1. Aufgrund eines Fast-Missverständnisses möchte ich darauf hinweisen, ach was, ich möchte das nicht nur, sondern tu das: Es handelt sich bei meiner Kritik nicht um content.de. Das ist nämlich eine produktive Plattform sowohl was Autoren als auch Auftraggeber angeht. Könnten sich andere so einige Scheiben von abschneiden (oder programmieren lernen und Kurse in Organisation und Kommunikation besuchen) ~ meint die Wortzauberin.

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