Rackereien: Tierlieb ja, aber …

Foto0278… das geht echt zu weit! Muss ich euch erzählen. Gestern waren wir bei einem Bekannten, Meisenknödel holen. Das sind keine Knödel aus Meisen zum Essen, sondern Knödel zum Essen für Meisen und andere Flieger. Wir haben nämlich nicht mehr viele da gehabt und draußen gibt das für die Flieger nicht mehr sooo viel zu essen. Ein paar sollen aber wieder bei uns brüten wenn es wärmer wird, also müssen sie kräftig und lebendig bleiben, also kriegen die auf unserer Terrasse ihre Knödel.

Find ich ja löblich und unterstütze ich, wenn ich auch etwas sauer bin, dass ich die Dinger nicht mal probieren darf, ich soll da gar nicht dran gehen. Gestern war dann mein Glückstag: Zwei Packungen haben wir mitgekriegt, ich wollte auch eine tragen, weil wir die Arbeit ja gerecht verteilen. War aber zu groß für mich – dachte zumindest die Menschin. Sie hat dann aus einer Packung einen Knödel rausgenommen, den durfte ich nach Hause tragen. Hab natürlich gut auf das Ding aufgepasst.

Dann wurde sie wieder komisch. Ich sollte ihr das Ding geben, für die Vögel. Die spinnt doch, echt, hat da zwei ganze Packungen, von denen nur ein Knödel fehlt, nämlich meiner, den ich den ganzen Weg getragen habe, und statt davon einen zu nehmen will sie meinen. Unverschämtheit. Nee, so nicht Madame. Ich hab ihr gar nicht mehr zugehört, sie gar nicht beachtet.

Was macht die Zicke? Sagt, ich darf mein Sammelzeuch nicht mit reinnehmen und wenn ich es ihr nicht gebe, geht sie alleine rein. Soll sie doch, ich bin draußen geblieben, mit meinem Knödel im Maul, im weichen Fang versteht sich, wollte ihn ja nicht kaputt machen. Da saß ich und saß ich und saß ich mit meinem Knödel.

Irgendwann kam sie wieder raus und hat einen von den von ihr getragenen Knödeln rausgehängt. Na also, geht doch, sind ja schließlich genug. Auf einmal durfte ich sogar mit meinem Sammelzeuch-Knödel rein. Da stand ich dann und stand und stand, schon wieder wollte sie ihn haben. Raus meinen Schatz und mich in Sicherheit bringen konnte ich nicht mehr, Tür war zu. Hat sie mich glatt überrascht und ein Tauschgeschäft vorgeschlagen: Sie kriegt den Knödel, ich einen Ochsenziemer. Meine Denkerstirn hat sich erst mal in Falten gelegt. Das Ergebnis: Ich stimme zu, Knödel sind ja noch genug da und wenn sie nicht aufpasst, sammelzeuch ich einfach einen und versteck den.

Sie ist jedenfalls glücklich, wenn sie die ganzen Flieger auf der Terrasse sieht und wenn sie das ist, bin ich das auch meistens. Nur ihre Tierliebe auf meine Kosten, das soll sie mal bleiben lassen, sonst helf ich ihr nicht mehr Sammelzeuch tragen, bin ja eigentlich sowieso kein Träger. Den Knödel hätte ich wie die anderen Sachen übrigens auch draußen gelassen, bin ja gar nicht so, aber ich wusste, dass die Flieger den klauen, meine Stöcke und so sind dagegen immer noch da, wenn ich rauskomme.

2 Antworten zu “Rackereien: Tierlieb ja, aber …

  1. Hej Kumpel,
    ich darf die Dinger auch nicht haben. Und schuld ist Mona! Die hat mal welche geklaut, ganz oben von nem Busch, und gefressen. Die Menschin sagt, dass Mona drei Tage lang ganz schlimm Durchfall von dem Fett hatte. Und deswegen krieg ICH auch keine und darf ICH die nicht fressen! Dabei riechen die so gut. Die sind viel zu schade für die Vliechdinger – meine Meinung!

    Anteilnehmendes Wau von deinem Chewy!

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