Nangijala: Brief nach Nangilima

Lieber Jacko,

712vor zwei Jahren habe ich viel aufgeschrieben, das liegt zusammen mit dem Rosenquarzherz, das wir eines frühen Morgens im Wald gefunden haben, und einigen anderen Dingen in deiner Box. Die steht neben der von Aladin. Du selbst lebst in meinem Herz, in meiner Seele, im Wind, in und zwischen den Sternen.

Es kommt mir vor wie gestern, als du dich auf den Weg nach Nangijala gemacht und dort auf Shanni gewartet hast. Dabei ist so viel passiert zwischendurch. Dass das kleine schwarze rackrige Fellbündel zu mir kam, hast du sicher noch mitgekriegt, schließlich hattest du ihn berührt, irgendwie.

Wir wohnen jetzt woanders, du weißt schon, am anderen Ende der Insel und des Regenbogens. Das macht Vieles einfacher, so im alltäglichen Leben. Was es auch einfacher macht – ich laufe andere Wege als die mit dir, so erinnert mich nicht jedes Sandkorn an die Lücke, die auf einmal ohne dich da war und ist. Wie ein Stück seelenamputiert kam ich mir vor, dabei hast du sie doch um so viel bereichert, sie noch viel lebendiger gemacht …

Ich weiß, dass du ganz herzlich begrüßt wurdest, dort, wo du hingeschwebt bist – von Toby, von Nina, von Fleckie, allen voran von Luna, dem Gefühl nach auch von Max, Mona und anderen, die ich selbst und du in diesem Leben nie persönlich kennenlernen durften. Dann hat sich auch Shanni zu dir begeben und ihr seid wieder vereint im Irgendwo, aber allgegenwärtig.

Ich möchte dir noch mal danken für die schönen, unzähligen Sekunden, die ich mit dir erleben durfte, für alles, was ich lernen durfte, für alles, was du für die vielen armen Kreaturen, die uns begegnet sind, getan hast, dafür, dass du mich zu deiner Gesellschaft auserkoren hattest, einfach für alles.

Nun sind der Racker und ich ein neues Team, wobei „neu“ eigentlich ja schon veraltet ist, so nach fast zwei Jahren. Wenn ich an dich denke, sich Wehmut und Tränen regen, weiß er sofort Bescheid. Welche Botschaft du Lebenskünstler ihm noch mitgegeben hast, wie du das kleine blauäugige Fellknäuel im Gehen berührt hast, weiß ich nicht, aber das ist auch nicht wichtig. Isko ist übrigens sein allerallerallerbester Kumpel und er hat genauso liebenswerte Power wie du 😉

Weißt du, dass in der Leere, die ich ohne dich fühle, dein ganzes Leben steckt und ein Teil von meinem? Bis dahin wusste ich nicht, dass Leere so lebendig sein kann. Du schaffst es also sogar in Abwesenheit, Leere zu füllen. Du warst und bist der Beste, das Unglaublichste und Wertvollste, das ich jemals erlebt habe.

Diesmal schicke ich deinen Brief durchs Netz in den Äther. Die Schleier sind dünn die Tage, ich weiß, so kann ich dich erreichen – für immer, für die Ewigkeit. Worte gibt es – eigentlich – dafür nicht, aber mein Herzblut fließt mit ihnen zu dir, in die Unendlichkeit, die Lebendigkeit erhaltend.

Eine Antwort zu “Nangijala: Brief nach Nangilima

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s