Nangijala: Lebendige Erbschaften

Foto0489_v1Ist etwas ruhig hier zur Zeit? Ja – zwischen viel Arbeit locken Sonne, Regen und Meer. Zu erzählen gibt es natürlich trotzdem viel – zum Beispiel über lebendige Erbschaften.

Letztes Jahr starb ja mein in Spanien lebender Onkel an Lungenkrebs. Ich Nordlicht hatte ihn Jahrzehnte nicht mehr gesehen, er lebt nun wie andere mit anderen in Nangijala.

Einige seiner Hinterlassenschaften, ich meine jetzt keine Ausscheidungen gleich welcher Art, leben zu meiner Freude hier weiter. Da war als erstes ein kleiner Ficus-Ableger, den ich zum Geburtstag bekam, aus Spanien importiert, wurzeln gelassen und erneut auf die Reise geschickt, diesmal nach hier. Das Baby hat sich prächtig erholt und wuchert seit meinem Umzug noch mal mehr als vorher so vor sich hin.

Jetzt kam die ersehnte Hortensie an, als acht Zentimeter kleines Pflänzlein aus Spanien nach Deutschland gereist, in Mitteldeutschland gepflegt, durfte sie nun auch ins Nordland reisen. Nach dem Auspacken war sie etwas gestresst, aber es ging ihr gut. Jetzt wohnt sie in einem großen Kübel und darf sich entfalten.

Immer, wenn ich sie und den Ficus sehe, fühle ich meinen Onkel, zu dessen Lieblingspflanzen sie gehörten.

Gibt es etwas Schöneres, als lebendige Erbschaften, die Nangijala nach hier bringen?

Eine Antwort zu “Nangijala: Lebendige Erbschaften

  1. Schön, wie Du das erzählst .. ich hoffe immer, dass die Toten irgendwie mitbekommen, wenn wir an sie denken .. vielleicht tut es ja auch Dein Onkel und freut sich, dass die Ableger von ihm Dir so viel Freude machen.

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