Ein Hund soll das Leben bereichern?

Foto0278Schön! Dann aber bitte überlegt und ohne Leiden zu unterstützen …

Mein Racker kam selbst zu früh zu mir – mit etwa 6 1/2 Wochen. Es waren aber schicksalhafte Umstände auf allen Seiten, die dazu führten, und ich wusste, worauf ich mich einlasse. Außerdem war eine Hündin hier, die sich um ihn gekümmert hat, außerdem kannte ich die Elterntiere und deren Besitzer über deren Tochter, außerdem war es – in diesem individuellen Fall – das Beste für das kleine Bündel Fell.

Meine vorherigen Hunde waren allesamt aus dem Tierschutz, Pflegehunde bis zur Vermittlung oder auch solche, die mal eben hier unterkamen, statt dass sie ins Tierheim mussten. Es gibt wirklich genug Auswahl, auch ohne Grausamkeiten zu unterstützen.

Lest aber bitte selbst, bei –> Klartext Hund (obgleich ein etwas älterer Artikel, leider immer noch aktuell) klasse auf den Punkt gebracht, was es mit so kleinen „Schnäppchen“ auf sich haben kann und informiert jeden, der sich unbedarft einen Welpen anschaffen möchte, über die Sachverhalte.

Nur, wenn es keine Abnehmer gibt, kann der grausame Welpenhandel gestoppt werden – und es sind weit mehr Hunde als „nur“ die Welpen betroffen. Dasselbe gilt für „seriöse“ Züchter. Ein VDH-Eintrag ist keine Garantie für Seriosität – schaut euch den Züchter, die Verhältnisse, die Hunde, alles Relevante genau an, bevor ihr einen Hund von einem Züchter erwerbt. Ich habe diesbezüglich so viel erlebt … es wirft ein negatives Licht auf Züchter aus Leidenschaft, denen es tatsächlich um das Wohl ihrer Hunde und das des Nachwuchses geht, aber solche gibt es tatsächlich auch. Ebenso gibt es private Paarungen, die wie mein Racker einfach aus bester Hand stammen und supertollklasse sind!

Wie meine treue Leserin Susanne weiß, ist die Problematik weit und unvermutet verbreiteter, als die Medien allgemein berichten.

Ich könnte nun weiterführend Endlosromane schreiben, aber für den Moment: In diesem Sinne …

 

3 Antworten zu “Ein Hund soll das Leben bereichern?

  1. Ich kenne ähnliche Probleme auch über den Handel mit Schlachtpferden, habe anfänglich, zumal ich ja selbst wirklich per Zufall zu einem Schlachtpferd kam, das ich auch sehr liebe, auch immer gedacht, das ist eine gute Sache.
    Ich lernte diese Leute über Videos bei Clipfish kennen und Jürgen und ich haben die immer brav weiter verteilt, hatte die dann auch später in meinem Reiterforum und als ich in ihrem lesen war und recht harmlos eigentlich fragte, warum man dort eigentlich für ein 30 Jahre altes schwer krankes Shetlandpony 500 Euro plus Transport hinblättern müsse .. ein gesundes junges Tier würde normalerweise oft nur die Hälfte kosten, war ich ruck-zuck bei denen gesperrt .. das machte ich schonmal extrem stutzig.
    Noch wesentlich später stießen wir über das Forum auf Berichte von Leuten, die ihr Pferd totkrank zur Schlachtung freigegeben hatten. Eine Frau wollte beispielsweise gern die Papiere ihres geschlachteten Pferdes, dass sie wegen Krebs hatte töten lasse wollen, zur Erinnerung an die Wand hängen und musste dann zu ihrem Entsetzen feststellen, es war von dem Schachter „frei gekauft“ worden und weg transportiert .. der Weg des Tieres ließ sich nicht mehr nachvollziehen. Es fanden viele Menschen zusammen, denen ähnliches passiert war .. weil sie nicht den Mut gehabt hatten zuzusehen, wie ihr Pferd wirklich geschlachtet wurde. Es kam raus, die Tiere werden per Geschäft mit dem Mitleid sehr teuer verkauft, oft wirklich totkrank unter grauenvollen Bedingungen irgendwo wochenlang noch gehalten und wenn sie nicht verkauft werden können, dann nach Italien gekarrt, damit sie dort dann geschlachtet werden .. Pferde mit Hufbeindurchbruch wurden so hunderte Kilometer noch im Pferdehänger gefahren, nachdem sie unter grauenvollen Schmerzen hatten wochenlang irgendwo ausharren müssen, bis sie schließlich doch endlich haben sterben dürfen.

    Wenn ich heute mit jemand rede .. auch über mein Schlachtpferd .. dann sage ich immer, überlegt Euch das gut. Ein Schlachtpferd lässt sich normalerweise kaum wieder verkaufen, es sei denn an den Schlachter, auch wenn es wie meine charakterlich schwierig ist. Ich kann dieses Pferd nicht reiten, es kostet mich aber genauso viel wie eins, das ich reiten könnte .. ich bin diesem Pferd oft auch nicht gewachsen, auch wenn ich sie liebe und sie ein sehr schönes Tier ist .. das möge sich jeder schon einmal überlegen und wenn er dann denkt, ein Pferd retten zu wollen, reicht es aus, in einen Pferdemarkt wie bei ebay zu schauen .. es genügen einige Tage und schon wird dort jemand verzweifelt eine Anzeige aufgeben, der sein Pferd nicht mehr halten kann, das alt, krank oder sonstwie nicht unbedingt verkäuflich sein könnte … oft geschenkt zu bekommen in der Hoffnung, dass es dann anderswo weiterleben kann .. auch da kann man helfen und vermutlich einem Tier, das noch nicht zum Tode verurteilt ist, wenn man es auf die Weide stellt.

    Bei uns im Stall gibt es zwei Reitbeteiligungen, die sich um ein 32 Jahre altes Pferd mit kümmern, dessen Frauchen zwei Pferde hat, auch noch ein gesundes in einem anderen Stall mit Reithalle. Die sind total glücklich mit ihrer alten Stute und sehr zuverlässig.

    Auch so kann man oft mithelfen.

    Und dass sowas nicht nur mit Pferden, sondern auch Hunden passiert bzw. da sogar mit Welpen .. klar .. beim Handel mit Tieren gibt es viele schwarze Schafe.

    Ich habe die letzten Hunde, die ich hatte, alle aus einem Tierheim bei uns in der Nähe .. da weiß ich, das ist seriös und da gibt es sehr viele Hunde, die warten und noch mehr Katzen und auch andere Tiere, wenn man helfen will.

    Und Pferde eben einfach schauen .. es gibt so viele verzweifelte Kleinanzeigen .. da kann man auch helfen und besser als über solche Leute.

    LG
    Renate

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  2. Man kann wahrscheinlich gar nicht oft genug auf die Machenschaften solcher mafiösen Tierhändler hinweisen. Ich kann solche Bilder kaum ertragen, und ich kann solche „Menschen“ echt nicht verstehen. Das geht mir auch so mit den Menschen, die Tierversuche in Laboren machen.
    Meine Hunde kamen immer aus dem Tierheim und einmal aus einem Tierversuchslabor. Wenn es schon ein Rassehund sein muss, dann sollte man wenigstens auf die Herkunft achten.

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  3. Ich habe heute nur zufällig vermutlich einen Rassehund .. ist der allererste, es waren sonst immer Mischlinge .. davon der erste gekauft, die nächsten beiden von meiner Schwiegermutter, weil ihre Hündin versehentlich Junge bekommen hatte .. später nur noch Tierheim, aber eben zwei aus unserer Umgebung, wo ich sicher bin, da geht es mit rechten Dingen zu.

    Meine Älteste .. die ist von Beruf Tierarzthelferin, arbeitet im Op einer Kleintierklinik und kann bestimmt gut mit Hunden umgehen .. hat ihren vorletzten Hund auch über irgendeine Tiervermittlung bekommen. Sonst hatte meine Tochter alle ihre Hunde immer super dressiert .. die konnten alle möglichen Kunststücke .. sogar reiten und Männchen auf dem Pferd und sonstwas .. kann der Neue auch wieder.

    Dazwischen gab es eine Lissi .. und die eben von so einer Vermittlung .. total verängstigt .. Vanessa hat sie nie von der Leine machen können und irgendwann ist Lissie dann doch weg gelaufen und unter ein Auto gerannt und war sofort tot. Es war unmöglich, das Tier auch nur soweit zu erziehen, dass sie auch nur mal lose hätte laufen können, sie wäre sofort weg gerannt.

    LG
    Renate

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