Des Rackers neueste Streiche 9: Hühner und Pusteblumen beißen

Bild0181Inzwischen haben sich auch im Westen der Insel zahlreiche buttergelbe Löwenzähne in Pusteblumen verwandelt. Für den Racker ein anstrengender Tag!

Erst hat er ausgiebigst und ausgelassen mit seinem Jagdhundkumpel rumgetollt, dann wurden die unheimlichen Pferde umgestellt, die sind direkt an ihm vorbeigelaufen, oje …

Danach wurde ich gefragt, ob die Hühner rauskönnen oder ob er da dran geht. Nö, der dürfte Respekt vor den Pickern haben, aber ich kann ihn sofort abrufen, falls was sein sollte. Klar, als die sich um den Jagdhund geschart haben und der dem Racker mit einem deutlichen Blick klar gemacht hat, dass die zum Rudel gehören, hat er sich erst mal hinter mir versteckt. Als er sich doch hingetraut hat, mal so zum Schauen, hatte er sich ausgerechnet den stolzen Hahn ausgesucht, der ihm gleich zu verstehen gegeben hat, wer hier der Chef ist. Zu allem Überfluss saß auch noch die eigentlich interessante und geliebte Katze die ganze Zeit da, um aufzupassen, ob sie Hunde und Hühner zur Ordnung rufen muss.

Das war zu viel, lieber zurück, der Jäger-Kumpel tobt jetzt sowieso nicht mehr, was soll’s. Auf dem Rückweg an den Holsteinern vorbei, der Wallach (!) heißt übrigens Kurt, er soll ne erstklassige Abstammung haben, aber die hatten sie nebst eigentlichem Namen nun nicht im Kopf. Ich bin ja total verliebt in diesen frechen Araber-Einschlag-Feuergeist, und er offensichtlich in mich, diesmal wollte er mir den Jackenärmel klauen.

Der Racker hat sich unterdessen am Wegesrand vergnügt und wollte eine Pusteblume beschnuppern. Da greift die ihn doch glatt mit ihren kleinen fliegenden Schirmen an! Einen ganzen Schwarm hat die ausgesandt! Ein Riesensatz rückwärts, jetzt aber wirklich schnell in Sicherheit …

Wie nehme ich nun dem Hund die Angst vor Pusteblumen? Also einige gepflückt und seinem Menschenkumpel in die Hand gedrückt (siehste, der traut sich auch). Der Racker hat erst mal einen Meter Sicherheitsabstand gehalten. Dann kam er drauf, wie er die Dinger in den Griff kriegt: ganz unten am Stängel packen und den von unten nach oben zerfetzen, dabei kräftig schütteln, so dass das Vieh alle Angreiferflieger verliert. So wurde eine Pusteblume nach der anderen eliminiert. Nur um den Hahn und sein Gefolge machen wir weiterhin einen großen Bogen.

15 Antworten zu “Des Rackers neueste Streiche 9: Hühner und Pusteblumen beißen

  1. Pusteblumen sind nichts im Vergleich zu den Killerfedern, die im seichten Wasser auf einen armen Hund zugeschwommen kommen. 😉
    Und mein erster Hund wollte auch immer auf den Arm, wenn er von Hühnern bedroht wurde …

    Geht halt nix über einen mutigen Hund 😉

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    • Ich soll dir ausrichten, ein schwarzer Mix, ähnlich meinem, aber Rottweilerstatur, wurde auch immer von den Killerfedern angegriffen – flauschige Daunen, schwimmend an der Wasseroberfläche, wollten ihn beißen!

      Da machste wohl nix … 😉

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      • LOL – Das erzähle ich Chewy, da wird er sich freuen, dass es neben ihm noch andere gibt, die die wahre Gefährlichkeit dieser Killerfedern erkannt haben. – Die Geschichte zu den Killerfedern kommt irgendwann mal im Blog, aber erst ist Mona noch dran und dann Bonnie – Ich will mehr Zeit!

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    • Hundeschwänze sind übrigens auch gefährlich! Die folgen immer im gleichen Abstand und lassen sich auch nicht abschütteln, wenn hund Kurven rennt … Und manchmal werfen Schwänze Schatten – dann wird es aber richtig brenzlig 😉

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      • So richtig gefährlich werden kann auch der Windgeist, der bei uns im Hochhaus immer einfach die Fenster auf- und zuklappt .. das kann einen kleinen Hund, der die Verantwortung für sein Rudel hat, schon stark aus der Fassung bringen.

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      • Futter ist erst gefährlich! Wollte eben den Labyrintball vollpacken, da ist mir der Becher mit Futter runtergefallen. Der Racker lag ganz brav vor mir und hat die ganze Ladung abgekriegt. Er voll mit Futter, um ihn rum alles voll – oje, der Himmel stürzt ein, schnell aufs Bett.

        Er soll ja nicht einfach an was drangehen, also blieb er auf dem Bett und hat fassungslos den futtervollen Boden angestarrt – bis er sich eben gaaanz vorsichtig dran getraut hat, mit einem Auge skeptischer Seitenblick zu mir, mit dem anderen zum Futter, nicht, dass ihn das jetzt noch mal anspringt. Lachmichimmernochweg.

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      • Ach, du armer Joker! Erst wirst du mit Futter beworfen und dann auch noch ausgelacht!
        Aber kenn ich! Meine macht das auch öfter. Neulich hat sie mich mit nem gefrorenen Kotelett beworfen – angeblich ist es ihr aus der Hand gerutscht – jaja
        Immerhin habe ich es dann doch fressen dürfen, als es aufgetaut war.
        Menschen! *seufz*

        Ein mitfühlendes Wau von Chewy!

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  2. Hei Ihr .. ja ohne Haustiere wäre das Leben doch fade … unser Wallach war mal vollkommen entsetzt, als wir beim Spaziergang mitten auf einem Acker einen Polstersessel fanden … na ja …sowas sieht ein Pferd nicht alle Tage, steht ja selten in der Natur einfach so rum … und selbst meine Dicke (das Kaltblut-Mix) ist mal vollkommen aus der Fassung geraten und geflüchtet, als uns ein Mann mit seinem Kind auf den Schultern entgegen kam .. klar, ein Mensch mit 2 Köpfen .. das kann ja nur ein Monster sein. .. kleine Kinder reagieren ja ähnlich, wenn sie alles zum ersten Mal sehen wie die ersten Blumen, die aus der Erde kommen und alles mögliche sonst. Und der Racker ist ja auch noch ein Kind, wenn auch ein Hundekind. 🙂

    LG Renate

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  3. Herrlich, wovor sich Hunde so fürchten … dann wieder sind sie total mutig … wenn im Fernsehen ein Löwe oder Tiger oder ein Saurier oder sonstwas auftaucht, geht Boomer beherzt drauf los .. oder auf die Maler, die gerade mit so einer Hebebühne dabei sind, unsere Hauswand in Telekom-Pink anzustreichen .. nicht dass die noch durchs Fenster rein kommen … was Boomer neulich auch sehr unheimlich fand, das war sein eigenes Spiegelbild, das er plötzlich bei Aldi in der Glasscheibe über sich entdeckte … zuerst schaute er völlig verdattert nach oben, machte Männchen, wurde dann voll skeptisch und klemmte den Schwanz ein …. lach.

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  4. Ok – die gefährlichste Situation ever und aller, die noch kommen werden:

    Der Racker wurde von einer Bank angegriffen! Die hat ihn sogar nach Wrestling-Manier noch gebuckelt, bevor er auf den Arm wollte, bevor er stolz war, dass er stärker als die Welt war.

    Hinter uns lief ein Mensch. Schlimm genug, immer diese Ungewissheit von hinten. Also ist der Racker wachsam. Mit den Augen. Kopf nach hinten. Bäääng … knallt er an die Bank. Mein “Achtung!” kam zu spät. Ausfallschritt rechts, Ausfallschritt links, wupps, stand er auf der Bank.

    Scheeler Blick nach hinten, die zweibeinige Person ist blöd! Blick zu mir: Hilf mir doch! Hättest außerdem auch was sagen können! Rechtzeitig!

    Schnell runter von der Bank, bevor die noch bockt.

    Wieder Blick nach hinten: Ha, das Mensch haut in eine andere Richtung ab!

    Der Racker wurde groß und größer, stupst mich, schaut mit stolzen, glänzenden Augen, wird noch größer, stupst wieder …

    Ja, hast du toll gemacht! (*seufz*)

    Rute kreiselt, Racker zufrieden. Bis hinter uns ein Radfahrer auftaucht und er mit Kopp rückwärts weiterläuft. Aber nun hab ich ja wohl gelernt, dass ich aufpassen muss, was vorne ist, wenn er schon hinten …

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  5. Also echt, wieso steht eine Bank genau da, wo Joker lang läuft? Das ist ja wohl die Höhe. Das ist ein Fall für die Tierschutzkommission der EU ..
    Ich werde mich demnächst hier auch über die Laternenpfähle beschweren, die immer unvermittelt auf den Weg springen, damit Ayla dagegen rennt … Und auch der am Bushaltestellenschildpfeiler hängende Papierkorb geht gar nicht. Der hängt viel zu tief. Dauernd haut der arme Hund mit dem Kopf unter das Teil. Schließlich muss das Tier auf die Gefährlichkeiten rundherum aufpassen und kann nicht auch noch auf Pfähle und andere unnütze Gegenstände achten 😉

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    • Ja, und auch gleich die Bahn einbeziehen. Die können doch nicht einfach ohne Vorwarnung oder gar mal vorher zu fragen die Reparaturstege neben den Gleisen über Brücken renovieren und statt des bisherigen rostigen Stahls funkelnagelneuen, silberglänzenden anbringen, der nur dazu da ist, unschuldige Tiere anzugreifen! Man kann doch einem Hund nicht zumuten, über so was zu laufen, da muss er doch auf die Schienen springen! – nee, echt so geht das alles gar nicht!

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