Semantik – die nette Theorie der Bedeutungslehre missverstanden

Bevor ich anfange, mich zu wundern, hier die offiziellen Netzbezeichnungen der Semantik. Wikipedia weiß dazu:

Semantik (von altgr. σημαίνειν sēmaínein, ‚bezeichnen‘, ‚zum Zeichen gehörig‘), auch Bedeutungslehre, nennt man die Theorie oder Wissenschaft von der Bedeutung der Zeichen. Zeichen können in diesem Fall Wörter, Phrasen oder Symbole sein. Die Semantik beschäftigt sich typischerweise mit den Beziehungen zwischen den Zeichen und den Bedeutungen dieser Zeichen.

Duden weiß dazu:

Bedeutungen 
Teilgebiet der Linguistik, das sich mit den Bedeutungen sprachlicher Zeichen und Zeichenfolgen befasst
Bedeutung, Inhalt (eines Wortes, Satzes oder Textes)

Die Uni Bielefeld weiß dazu

Semantik — Bedeutungslehre

Die Semantik befaßt sich mit dem Inhalt von Zeichen; genauer: mit dem Sinn und der Bedeutung von Zeichen:

Sinn (engl. `sense‘):
Die Aspekte des Inhalts, die sich aus den Relationen der Wörter, Sätze usw. untereinander im System der Sprache ergibt. Für Sinn findet man manchmal den verwandten Begriff Intension (N.B.: hier mit s geschrieben, nicht mit t).
Bedeutung (engl. `reference‘):
Die Aspekte des Inhalts, die sich aus den Relationen zwischen dem Zeichen und der Welt ergeben. Für Bedeutung findet man manchmal den Begriff Extension, Bezeichnetes, Signifikat, Bezug, signifié.

Der Sinn eines Zeichens definiert seine Interpretation in bezug auf Gegenständen, Ereignissen, Sachverhalten, usw. in der Welt.

Diese Unterscheidung geht auf Gottlob Frege zurück.

Ok – zur Sache: Eine Textbörse weiß dazu: Es gibt WDF/IDF und Kurven. Daran müssen sich Autoren halten. Dazu noch die Semantik immer links platzieren. Klar, rechts ist ja auch politisch verwegen. Also: Semantik links, verbotene Füllwörter rechts, die Formatierung obliegt letztendlich sowieso dem Auftraggeber.

Nun fange ich an, mich zu wundern. Zählt es nicht zum Handwerk, (themen)verwandte Begriffe in einem Text zu verwenden? Zählt es nicht zur Hirntechnik, solche als solche zu erkennen? Nähert sich Google, nicht nur mit den mysteriösen geheimen X-Projekten, bei denen Computer unter anderem die menschliche Hirntätigkeit lernen und simulieren sollen, immer mehr dem menschlichen Verständnis an?

Tja – dat versteht Mensch nun wieder nicht und muss Kurven draus machen sich an Kurven orientieren. Klar, es entscheidet ja auch nicht der persönliche Geschmack über Gefallen und nicht Gefallen eines Models, sondern die medienvorgegebenen Maße bestimmen Models und Kurven.

Ich würde diese Auffassung bei Laien verstehen, echt. Nicht aber, wenn sie als eine Art „Lehrbrief“ seitens einer Textbörse für Autoren bereitgestellt würde wird.

Die Karten werden wohl neu gemischt. Beim Tarot und anderen chartomantischen Techniken ist das auch so: Die Semantik (Analogie) wird gedeutet. Im texterischen und autorischen Handwerk ist stattdessen die Rede von Synonmen. Die gibbet aber nicht mehr, nur noch Werkzeuge zu deren Entdeckung, statt Synonmen sind es heute W/I-Kurven, die die Würfel werfen und Punkte anzeigen.

Ja, so schleicht sich Amöbisch sogar bei Textbörsen ein. Glücklicherweise nicht bei allen. Die eine geht daran pleite, die andere beweihräuchert sich selbst ob solch genialer Erkenntnisse, wieder andere setzen sich geruhsam auf die Essenz der Worte und deren Bedeutungen, statt sie in Kurven zu packen. Danke an Letztere und an alle Autoren, die ihr Hirn nicht durch das mollige modelige Kurven-EKG jagen.

Eine Antwort zu “Semantik – die nette Theorie der Bedeutungslehre missverstanden

  1. Smile … ich habe an den Kursen einer dieser Textbörsen noch nie teilgenommen .. ich werde seit geraumer Zeit grundsätzlich dort mit 3 Sternen bewertet und englische Texte gar nicht .. grins … vielleicht kein Student da zur Zeit .. eine andere Studentin berichtete, sie dürfen nicht mehr über 3 Sterne gehen, genug Autoren in den höheren Gruppen da zur Zeit .. ach so … lach … aber da ich mitbekommen habe, wie ein Portal den Bach runter geht, schreibe ich meine Pflichtmenge dort dennoch .. besser is …. und ich glaube, wo Du am liebsten schreibst .. ich nämlich auch. Dass sie alle kämpfen müssen, ist mir klar .. auch wenn es keiner zugibt. .. Ich bin so ehrlich, dass ich zugebe, dass wir ums Überleben kämpfen .. und hoffe, ich kriege dennoch deshalb nicht weniger Aufträge.

    Kennst Du schon meinen Blog-Beitrag E-Commerce und Arbeitsmarkt oder so ähnlich .. ist paar Tage her, findet man aber noch relativ weit oben .. vorige Woche, glaube ich.

    Ich habe mir da mal paar Gedanken gemacht, es schoss mir so durch den Kopf.

    LG
    Renate

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