Des Rackers neuste Streiche 6: Wasserratten gehören ins Wasser!

Wie angekündigt … Ich muss allerdings etwas weiter ausholen. Es ist eine Weile her, dass Jacko und Luna mich begleitet haben. Vorher Jacko alleine, seine erste Bekanntschaft mit einer dieser fauchenden Wühlmäuse verlief recht schmerzhaft – er sah da ein Tier am Strand zusammengekauert sitzen, wollte schauen, der Fürsorgliche, schon hing es ihm am Kopf. Autsch. Seitdem hat er Respekt vor den possierlichen Wühlmäusen, die aus irgendeinem Grund just in dem Jahr ihren Einzug auf Föhr feierten. Vorher gab es die auch als Bisamratten bekannten Nager hier nicht.

Jackos Respekt wurde einige Jahre später von der Sorge um Luna überlagert, als die sich am Deich so einem in der Ecke zusammengekauerten Schatten näherte. Wieder hatte er sie … in der Fresse hängen.

Noch einige Jahre später, Shanni hatte Lunas Platz an der Seite des Paschas eingenommen, hatte ich noch eine Podenca in Urlaubs-Pflege, Auf dem abendliche Spaziergang kauerte da wieder was in einer Nische und die jagdtriebigen Damen wollten natürlich hin. Schon regte sich das Etwas und sprang uns fauchend entgegen. Da ich nicht wollte, dass wieder einer der Hunde „die Fresse poliert kriegt“, zog ich alle drei hinter mich. Ergebnis: Dat Vieh hing an meinem Bein und krallte und biss durch die Jeans durch. AUA! Schon flog die windige Shanni hinter mir vor und packte sich das kleine Angereifertier. Gekonnter Nackengriff, zwei mal geschüttelt, vorbei wars.

Die nächste Begegnung fand ein halbes Jahr später in trauter Dreisamkeit statt. Jacko, Shanni und ich gingen nach einem stundenlangen Strandspaziergang abends nach Hause. An der Straße schoss ein fauchendes verwandtes Tierchen der vorher erwähnten Art unter einem parkenden Auto hervor. Echt. Was hab ich mich erschrocken … an die Hauswand geprallt und wieder versucht, die Hunde in Sicherheit zu bringen. Shanni war an der Leine, kein Problem, sie also wieder hinter mich gezogen, Jacko ohne Leine, am Halsband gegriffen – er war schon ziemlich wütend. Ich also mit den beiden einige Schritte zurückgewichen, das ist jetzt kein April- oder ähnlicher Scherz, dat Tier ist uns hinterher, fauchend auf den Hinterbeinen tapselnd und springend, Wo sollte ich denn noch hinweichen??

Hatte Jacko die Schnauze voll, ich im Rückwärtsgang ohnehin am Stolpern, flutschte als erster aus dem Halsband und baute sich bellend vor dem kleinen Tier auf. Das sprang dann in gewohnter Manier direkt mit Krallen zwischen Augen und Nase, wupps war Shanni aus dem Halsband raus und hat ihrem großen Bruder geholfen. In gewohnter Manier … Jo, hinüber war das kleine Tier.

Ruhet in Frieden …!

Also nach Hause, Wunden der Hunde versorgt, Shanni hatte Einiges abbekommen.

Einige Jahre später hatte sich dann ja rausgestellt, dass irgendwas mit den Bisams hier nicht stimmt, eine Art, auch auf Hunde übertragbrare, Hirnhautentzündung wohl. Wieso weshalb warum weiß ich bis heute nicht. Das erklärt jedenfalls, weshalb einige Vertreter der Art so hyperaggressiv sind..

Nu will ich natürlich nicht, dass sich der Racker mit denen anlegt, außerdem soll er ja nicht jagen (toller Kerl, lässt sich bisher auch von Kaninchen abrufen). Abends am Strand hatten wir nun aber mehrfach das Vergnügen mit den fauchenden Nagersäugern. Ha: Was tut der Racker: er lässt seinen Hütegenen freien Lauf und treibt sie ins Wasser. Und (du sollst keinen Satz mit „und anfangen :-/ ) wehe, eine wagt sich in Hör- oder Sichtweite, da rauszukommen. Nö, schießt er zurück und treibt sie wieder ins Wasser. Die heißen nämlich umgangssprachlich Wasserratten, also sollen die zu Hause gehen. Jawoll.

OT: Schreibfehler dürft ihr heute erst recht behalten, bin spendabel 😉 Grund: Das ewige Hin und Her mit Strom, kein Strom, Netz, kein Netz, etc., macht nicht nur mich wuschig, sondern auch meine Technik. Mein Laptop will aus irgendeinem Grund nicht mehr online, daher tippe ich am kleinen asthmatischen Netbook. Das mag wiederum WordPress nicht, also tippe ich diesen Text über Blogilo und lade ihn gleich hoch, Blogilo mag aber keine Bilder einbinden und das Netbook mag den Duden so wenig wie WordPress. Außerdem höre ich parallel Volbeat, was, wie einige Kolleginnen wissen, vol völlig beat kontrovers zu meinen gehirntechnischen und schreiberischen Fähigkeiten harmoniert. Viel Lesespaß wünsche ich trotzdem 😉

4 Antworten zu “Des Rackers neuste Streiche 6: Wasserratten gehören ins Wasser!

  1. Boah, tapferer Joker!
    Ratten sind neben Zecken die einzigen Tiere auf der Welt, die ich überhaupt nicht ausstehen kann (schlimmes Kindesheitstrauma) – Gut, dass es hier kaum welche gibt. Ayla wäre wohl wie Shanni – hinterher und dem Viech zeigen, wo der Hammer hängt. Chewy würde vermutlich auf den Arm wollen 😉
    Schöne Geschichte von deinem Rudel!

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  2. Lesespaß .. den hatte ich gerade .. auch wegen dem Schreifehler .. erinnert mich an die Art meines Mannes, manchmal absichtlich ähnlich zu reden (hast Du Niedersachsen-Gene ??? – meiner stammt aus Hannover-Südstadt).

    Mit Bisamratten hatten wir bisher noch nicht das Vergnügen .. aber Hausratten kenne ich gut .. sind übrigens ausgesprochen kluge und liebenswerte Tiere,die man sußer dressieren kann .. leider werden sie höchstens 3 Jahre alt, was mich daran hindert, jemals wieder eine anzuschaffen … bei unserer ersten habe ich so gelitten, als sie an Krebs starb, und die Krebsratten haben ja leider diese Laborgene und gehen Dir unweigerlich in dieser Art en … aber das wollte ich jetzt gar nicht erzählen, sondern eine Katzengeschichte.

    Unser Kater Birbitz hatte sich etwas nah an das Heim von Sokrates-Ratte gewagt und war wohl nur mit dem Schwanz durch die Gitterstäbe gekommen.
    Wir lebten damals in einem Reihenhaus in Henstadt-Ulzburg … 4 Wohnebenen übereinander verbunden mit einer Wendeltreppe ….. Plötzlich rannte unser Birbitz schreiend durch das Haus nach unten, den Rattenkäfig immer hinter sich her ziehend, bis Sokrates ihn wohl doch endlich los ließ oder von dem Gepolter dazu gezwungen wurde loszulassen, der die ganze Zeit über mit den Zähnen bei Birbitz im Schwanz festgehangen hatte. Echt fies. Danach machte Birbitz um dieses Tier immer einen riesengroßen Bogen.

    Hast Du schonmal erlebt, wie man Frauen richtig toll erschrecken kann?

    Wir hatten Sokrates-Ratte neu und feierten eine Party. Also rollte ich seinen kahlen Schwanz in die Handinnenfläche, setzte ihn auf meine Hand und brachte ihn rein .. alle Frauen fragten, was ist das denn .. ich ein Langschwanzhamster .. oh wie süß .. Sokrates wurde ausgiebig gestreichelt, bis ich sagte .. nö ist ne Hausratte … schrille Schreie dann, obwohl er immer noch das gleiche Tier war .. grins.

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  3. Baaah, Zecken! In Tunesien gibt es solche Sauger in etwa 40-facher Größe, dagegen sind die kleinen lästigen Spinnentiere hier nichts – was freu ich mich drüber.

    Ich hab keine niedersächsischen Gene Renate, nur büschen friesische, ein paar griechische und der Rest wohl mitteldeutsch 😉

    Arme Katze! Mit frauenhysterischen Rattenschwanzeskapaden hab ich dagegen weniger Mitleid 😉

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  4. Hei Nicole,
    ich war mal im Januar in Tunesien (Sousse) in Urlaub .. gottlob hat mich das sowas nicht angefallen .. das muss ja der reine Horror sein. Vielleicht sind sie um die Jahreszeit ja nicht aktiv, obwohl ich es da sommerlich warm fand .. waren im MIttelmeer baden … hatte ca. die Temperatur wie hier im Sommer. Und Dromedar reiten .. und mein Männe (Ex noch, war eine Reise, die uns die Kinder zu unserer Silberhochzeit geschenkt hatten) hatte bei einem dieser Ritte ein hellblondes Dromedar.

    Trafen den Besitzer am Strand und der meinte: „Ich habe die schönste Kamel von ganz Afrika. Heißen Claudia Schiffer. Welches Mann träumen nicht davon, einmal Claudia Schiffer reiten?“ Na ja, wenn das kein Angebot war. Ich war dann mit auf einer Berber-Dame namens Elisabeth Taylor und der junge Mann mit seinem Esel genannt Michael Jackson.

    Ratten sind verdammt wehrhafte Tiere .. aber ich mag sie trotzdem. Ich konnte in dieser kurzen Zeit, denn Ratten werden ja nicht alt, dieses Tier so gut dressieren .. Du konntest mit ihm reden. Er ging immer gern in unserem Kirschbaum klettern … wenn ich meine Hand an den untersten Ast hielt und ihm sagte: Komm Sokrates, wieder rein gehen, dann kam er runter, kletterte auf meine Hand über den Arm auf die Schulter … so konntest Du auch mit ihm spazierengehen. Ratten lernen schneller als Hunde oder Pferde. Ich glaube, die sind auch klüger.

    Aber unsere Katze fand ihn sicherlich nicht so toll .. wobei er ja recht hatte, Birbitz hätte ihn sicherlich gekillt. Unserem Hund hat er nie was getan, weil er genau wusste, der damals (war eine Susi, Cocker-Mix), war zu gut erzogen, um unseren Nagern was zu tun.

    LG
    Renate

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