Über unverstandene Texter und unverstandene Textbörsen

Meinungsmache: Bei Textbörsen schreiben Hausfrauen zu Dumpingpreisen. Das mag es geben … Wie aber daraus das Klischee entstehen kann, Texter bei Textbörsen seien – leicht übertrieben pauschalisiert – minderbemittelt und Textbörsen taugen deshalb nichts, verschleiert sich meinem Denkapparat. Ich bin offensichtlich auch minderbemittelt.

In der Praxis sieht das völlig anders aus. Immer wieder stoße ich im Internet, meist in Blogs, auf sogenannte Tests: Textsuchende möchten Textbörsen sowie die Leistungen und Fähigkeiten der dort Aufträge annehmenden und schreibenden Texter unter die strenge Lupe nehmen. Da werden dann Aufträge in der untersten Qualitätsstufe eingestellt. Nach Erhalt der Texte stellen die Tester fest: Es mangelt an Ausdruck und Rechtschreibung. Das ist dann der Beweis der Minderbemitteltheit und Unfähigkeit des Texters und der Untauglichkeit der Textbörse.

Der Fairness halber erfolgt ein weiterer Testdurchlauf eine Qualitätsstufe und Preisklasse höher. Das Ergebnis fällt etwas besser aus, entspricht aber immer noch nicht der Erwartung an einen guten Text.

Ich drücke es jetzt mal der Fairness halber so aus: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Das trifft auch auf Auftraggeber zu. Qualität hat ihren Preis. Eine Hausfrau kann unter Umständen genauso gute oder gar bessere Qualität liefern wie ein studierter Journalist, die Qualität ist der Einstufung zu entnehmen und schlägt sich auf den Preis nieder. Das trifft auf beide „Berufsgruppen“ gleichermaßen zu. Falsch, es trifft auf alle zu.

Texter, also eigentlich deren Texte bei Textbörsen, unterliegen Qualitätskontrollen, denen zufolge die Einstufung des Texters erfolgt, der zufolge der Preis abzuleiten ist. Eigentlich ist das eine ganz einfache Sache. Buche ich ein 2-Sterne-Hotel, kann ich nicht den Service eines 5-Sterne-Hotels erwarten, dafür zahle ich weniger. Buche ich ein 5-Sterne-Hotel, ist eine berechtigte Beschwerde mit Aussicht auf Erfolg möglich, wenn der Service einem 2-Sterne-Hotel entspricht.

Warum nur greift diese Logik nicht bei Textbörsen und dort Aufträge bearbeitenden Textern? Texter ist nicht gleich Texter, Fachwissen ist nicht gleich Fachwissen, wer als Auftraggeber eine Order in den offenen Pool stellt, kauft ein Überraschungspaket zu dem Preis (=zu der Qualität), wie beauftragt.

Es ist gar nicht schlimm, dass einige das texterische Handwerk besser verstehen als andere. Nicht jeder Schreiner und Dachdecker arbeitet gleich gut, am freien Markt regieren ebenfalls Preis und Leistung. Deshalb haben Auftraggeber die Möglichkeit, „Billigcontent“ zu kaufen, wählen dann aber freiwillig die Möglichkeit, einen Text mit diesem oder jenem Mangel zu erhalten. Gemäß der Wahrscheinlichkeitsrechnung besteht ebenso die Möglichkeit eines Glückstreffers.

Vielleicht hat sich ein Autor (so werden Texter bisweilen auch genannt) gerade neu registriert, hat in seinem Bewerbungstext geschwächelt und ist eigentlich viel besser, steht daher kurz vor der Aufstufung, oder aber er kennt sich einfach mit dem Thema so gut aus, dass es flüssig und fehlerfrei in die Tastatur fließt. Wer weiß das schon?

Bei Textbörsen findet die Abwicklung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer (nichts anderes ist der Texter oder Autor in diesem Fall) nämlich völlig anonym statt. Die Textbörsen kümmern sich im Idealfall um alles: Sie stellen die Plattform bereit, bieten einen Service für Auftraggeber und Auftragnehmer an, kümmern sich um die Akquise und Zahlungsabwicklung, etc.

Dass die Dienstleistung nicht umsonst ist, sollte selbsterklärend sein. Wenn nicht: Es ist nachzulesen, dazu gibt es AGB, FAQ und mehr. Textbörsen erhalten also eine Provision für ihre Dienstleistung, in der Regel wird die vom Auftraggeber bezahlt. Konkret bedeutet das für den Texter: Er erhält niemals die Summe, die der Auftraggeber bezahlt, sondern ein Teil davon geht an die Textbörse. Daraus auf Dumpingpreise, minder qualitative Hausfrauenarbeit und Abzocke seitens der Textbörse zu schließen, wäre schon grob fahrlässig, schließlich profitiert der Texter ebenso wie der Auftraggeber davon und eine Textbörse ist ein Unternehmen, kein gemeinnütziger Verein, der sich auf die eventuellen Spenden wohlwollender Buchstabensuppenfans verlässt.

Nun kommt noch hinzu, das richtet sich an Auftraggeber und Auftragnehmer gleichermaßen, es besteht bei vielen Portalen die Möglichkeit, einen eigenen Preis festzulegen (für den Autor) und einen bestimmten Autor (für den Auftraggeber) zu wählen. Schon kann es vorbei sein mit hausfrauenmentaler Dumpingqualität.

Nicht umsonst schreibe ich, wie viele Kolleginnen und Kollegen, beispielsweise bei Content.de. Die Qualität meiner Schreibereien wird sowohl seitens der Textbörse als auch seitens der Auftraggeber anerkannt. Die Textbörse honoriert sie mit erstklassiger Einstufung, die Auftraggeber honorieren mit einem angemessenen Wortpreis. Mein Vorteil: Ich habe nahezu lückenlos gut bezahlte Aufträge, ohne, dass ich mich um Akquise, Verträge, Rechnungsstellung oder gar Mahnungen kümmern müsste. Ich muss einfach nur Qualität abliefern und erhalte mein Geld quasi per Mausklick. Das ist wie im Paradies, nur, dass ich den Apfel nicht einfach vom Baum pflücken kann, sondern dafür erst echt arbeiten und mir den Apfel anschließend vom Verdienst kaufen muss. Ja, die Texterei ist bisweilen ein harter Job, bei dem ein schlaues Köpfchen nebst viel Konzentration gefragt ist und: eben, das Handwerk will gelernt sein. Hinzu kommen ständige (gerne private) Weiterbildungen, welches Tier aktuell den Google-Zoo regiert.

Bei content.de gibt es übrigens im Blog interessante Überlegungen zum Unterschied zwischen Autor und Texter, so es überhaupt einen gibt.

Immer noch alles unverstanden? Dann liegt das Problem weder bei einer schreibenden Hausfrau noch bei den Textbörsen. Es liegt auch nicht bei den Auftraggebern, die diese Möglichkeit seit Jahren für ihren Erfolg zu nutzen wissen.

Es folgt die Frage des Tages: Woran könnte es dann liegen? Die Frage kann sich jeder, der sich angesprochen fühlt, im stillen Kämmerlein beantworten 😉

32 Antworten zu “Über unverstandene Texter und unverstandene Textbörsen

  1. Hei Nicole,
    auch wenn mein Mann und ich vor über zwei Jahren einmal ohne ein Studium Journalismus oder Germanistik begonnen haben, als Autoren zu arbeiten, hatten wir beide auf jeden Fall die Grundlage eines erstklassigen Abiturs und ich für mein Teil darunter grundsätzlich 15 Punkte im Fach Deutsch.
    Wir haben klein angefangen und uns inzwischen auf Mittelmaß unter den Textern hochgearbeitet. Das wird sicherlich im Laufe der Zeit auch noch besser werden, weil unsere Bewertungen generell recht viele Sternchen und Krönchen enthalten und kaum mal eine schlechte Bewertung dabei ist. Das lässt hoffen, dass es bald wieder eine Stufe rauf gehen könnte und wir dann noch mehr Auswahl haben werden.

    Auch die Hausfrau würde in einer Texterbörse wie textbroker oder content gar nicht aufgenommen werden, wenn sie nicht über eine sehr gute Rechtschreibung, Kreativität und ein Höchstmaß an Allgemeinbildung verfügen würde.

    Wir arbeiten übrigens auch gern für die Texter-Börsen, weil uns da viel Arbeit abgenommen wird und das Geld wie Du so schön sagst, per Knopfdruck kommt; und nachdem ich früher mal so dumm war, zum Direct Order Preis auch Sondernkunden, die uns so fanden, zu bedienen, so mache ich das heute nicht mehr, sondern lasse mir die Extras, die Telefonbereitschaft, Rechnungserstellung, viel Schreiberei und auch das längere Warten auf Geld mit sich bringt, inzwischen entweder gut bezahlen oder ich sage eiskalt nein. Im Laufe der Zeit bin ich nämlich so etwas wie eine kleine Geschäftsfrau geworden, die unsere kleine Firma auch zu verkaufen weiß.

    LG
    Renate

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    • Klein aber fein, oder oho. Das meine ich jetzt nicht auf eure Textereien bezogen, sondern auf den Willen und das Durchhalten, in Anbetracht eurer Situation.

      Das nämlich hatte ich oben im Text vergessen zu erwähnen: Manchmal stecken echte Menschen hinter den Textern/Autoren/Auftragnehmern!

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  2. Ich würde auch sagen immer .. ich würde auch sagen, dass immer echte Menschen hinter den diversen Bloggern und Website-Betreibern unserer Kunden stecken, und etliche davon kenne ich über den Schnack um und über die Aufträge inzwischen richtig gut. Ich kenne ihre Hoffnungen, Probleme, Hochs, Tiefs und viels mehr und manchmal gibt es sogar von mir ein bisschen indirekte Hilfe, wenn ich merke, so eine Seite könnte einen Schubs gebrauchen, und zwar komplett umsonst.

    Was ich denke, und zwar über uns Texter genauso wie über den Blogger, der irgendwann Erfolg damit haben wird, man braucht Biss und Durchhaltevermögen.

    Wenn nichts zu tun war, haben wir auch schon Mini-Aufträge bearbeitet, die kaum 50 Cent das Stück einbrachten oder richtig komplizierte Themen angenommen. Ich weiß noch, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich mich durch einen Text über lieare Funktionen gekämpft hatte, der in einen Wissenschafts-Wiki sollte und natürlich nicht die Beispielrechnung irgendeiner anderen Seite übernehmen konnte, sondern selbst eine erstellen musste und das auch geschafft habe … und das ich, wo Mathe immer mein schlechtestes Fach war. Grins. Das ist Texten und ich glaube, das was Du meinst.

    LG
    Renate

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  3. Schöner Artikel. Ich persönlich ziehe den direkten Kundenkontakt den Texterbörsen vor und mag komischerweise sogar die Rechnungsstellung und Buchführung 🙂 Aber das lasse ich mir dann auch entsprechend bezahlen, denn anders geht es nicht.

    Ich muss zugeben, ich habe mich neulich auch zu einem Test der Texterbörsen hinreißen lassen. Ich wollte wissen, welche Qualität man für 1,3 Cent pro Wort bekommt. Ich habe am Anfang für diesen Wortpreis geschrieben und meine Text-Qualität war nicht schlechter als meine „teureren“ Texte jetzt. Gelohnt hat es sich für mich aber nicht 2 Std. an einem 5-Euro-Text zu sitzen. Deswegen liegen meine Wortpreise mittlerweile auch höher.

    Bei meinem Texterbörsen-Test habe ich genau das bekommen, was ich bezahlt habe. Entwas enttäuschend aber eigentlich abzusehen: Zwei schnell geschriebene Texte mit mangelndem Stil und Ausdruck. Damit will ich die Autoren nicht angreifen – denn mit etwas feinarbeit wären die Texte ziemlich gut. Aber wer investiert schon viel Zeit in einen Text für 4-5 Euro.

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  4. Den direkten Kundenkontakt gibt es – bei direkten Aufträgen – und natürlich über die normale Mailfunktion. Ich empfehle jedem Kunden, der auf der Suche nach guten Texten ist, den direkten Weg und NICHT das Einstellen in den öffentlichen Auftragspool einer Börse (höchstens wirklich mal zum Testen). Bei Direkt Orders kostet ein Text natürlich etwas/deutlich mehr, dafür stimmt dann auch die Qualität. Garantiert!

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  5. Ich habe auch bei beiden Texterbörsen Direkt-Kunden, mit denen ich sehr gut zusammenarbeiten kann. Ich bin nicht extrem teuer .. bin vielleicht zu bescheiden oder aber, wer weiß, vielleicht hätte ich den einen oder anderen Kunden dann nicht mehr … manche zahlen mir auch ab und zu freiwillig diese Boni .. einfach so, ohne dass ich habe was haben wollen. Man lernt die sehr gut kennen bis hin zu ganz privatem Geschnacke und schönen Grüßen zum Wochenende und mehr über die mail-Funktion. Es ergibt sich dabei automatisch, dass man mit der Zeit besser versteht, wie sie ihre Texte haben wollen und es dann auch so macht, dass es ihnen auf Anhieb gefällt.

    PS: Ich fand die beiden Texte von Textbroker, die Du bekommen hast, übrigens so schlecht nicht .. ich habe auch nicht entdeckt, wo der zweite außer bei der Stelle, die extra in Anführungszeichen gesetzt war, nun das Wörtchen „man“ verkehrt geschrieben haben soll. In meinen Augen war das schon das, was Du hast haben wollen und sie haben sich beide Mühe gegeben, würde ich sagen, auch für das wenige Geld, was man dort eben kriegt.

    Du weißt, was Du Dir vorstellst .. der Texter weiß es nicht und so manches Briefing ist unter aller Sau, entschuldige bitte das harte Wort. Und oft sind es die Kunden mit den schlechtesten Briefings oder welche, die selbst kaum Deutsch können, die am meisten quaken.

    Es kommt auch drauf an, für wen Du was schreibst, ob Du für einen normalen Text 2 Stunden brauchst .. das kommt vor … aber gerade die besser bezahlten Direct Orders dauern bei mir selten so lange, weil ich die Leute kenne und da durchaus locker manchmal auf nen Stundenlohn von 20 Euro kommt, weil ich die Texte wirklich aus dem Handgelenk schütteln kann, da ich mich bei den Themen gut auskenne.

    Du musst dann auch nicht mehr laufend nachlesen, was im Briefing steht .. Du weiß es auswendig, wie der Aufbau vieler solcher Texte sein muss .. auch das spart viel Zeit ein.

    Mein einziger Kunde, den ich einfach nicht los werde, weil er mir dann wieder leid tut … für ihn texten ist auch leicht … aber ich hasse es, wenn ich wochenlang hinter meinem Geld herbetteln muss oder wenn er grundsätzlich am Wochenende rum quakt, weil er immer dann plötzlich was Eiliges hat .. und mir sonstwas für blöde Themen schickt, die ich in einem Portal gar nicht annehmen würde, weil es eben blöde Themen sind. Also ich kriege öfter Anfragen von anderen Extra-Kunden und lehne sowas grundsätzlich ab, weil mich schon der eine sowas von nervt und ein zweiter noch mehr genervt hat, dass wir den nach einigen Wochen einfach abgesägt haben .. das Thema war sowas von ätzend und wurde immer schlimmer, verursachte mir Magenkrämpfe und Jürgen nicht minder. Coaching …grusel.

    Bei dem anderen habe ich ständig das Gefühl, er ist permanent auf Koks .. vor allen Dingen, wenn er komplett hektisch nachts am Telefon ist und nur noch Unsinn redet. Aber der ist noch blutjung und dann lasse ich mich doch wieder belatschern. Sind wohl Muttergefühle.

    LG
    Renate

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  6. … manchmal denken Leute, die was von der Thematik verstehen, genau das gleiche .. ich wollte das nur nicht so direkt sagen und bin dann bei den Kollegen-Texten verblieben … ich würde mich als mittelprächtige Texterin bezeichnen … verdiene damit auch nur ein Zubrot .. aber wenn ich richtig tolle Sachen von anderen sehe, dann erkenne ich das schon und wenn es nicht besser ist als unseres, dann halt auch.

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  7. guter Text . .. bringt sehr viel auf den Punkt. und ich stimme mit vielen Kommentatoren hier überein: gute Texte kosten Geld und zwar richtiges Geld und nicht nur diese 4-6 Euro, die man als Texter/Autor bei zum Beispiel xxx.de bekommt.
    Herzliche Grüße
    Denise

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  8. Kaum zu glauben, dass Du eine hohe Bewertung bei den Textbörsen erreicht hast. In deinem Text finden sich unzählig viele Grammatikfehler.Darin besteht das problem vieler freelance Texter. Obwohl sie inhaltlich gute, und zeitaufwendig recherchierte Texte abliefern, machen sie viele unnötige Grammatikfehler, besonders in der Kommasetzung! Dann gibt es schlechte Bewertungen, wenig Geld und die Enteuschung und Frustration ist groß.

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  9. Du bist ja süß 😉 Aber ich muss dich enteuschen, hier schreibe ich privat und manche „Fehler“ sind sogar Absicht wegen dem platten Lesefluss und so, weißt?

    Grammatikfehler in der Kommasetzung sind mir allerdings fremd, die muss ich noch lernen.

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  10. Unglaublich – aber sehr aufschlussreich. Nun weiß ich, wie manche Beurteilungen meiner Texte entstehen, liebe(r) Muhkuh. Darin besteht nämlich das Problem vieler, die meinen, die Texte von Freelancern bewerten zu können: Keine Ahnung von richtig oder falsch, aber dennoch kritisieren.
    Noch einen schönen Tag wünscht die nicht enteuschte, sondern sehr erheiterte Wahlwienerin!

    PS: @ Wortzauberin: Üben, üben, dann klappt’s auch mit der kommatösen Grammatik!

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  11. Menno, jetzt bin ich aba entteuscht alldieweil ich ga nich weiss wie grammtamik-fähler inner innerpunksion oder wie die heissen gehen.

    jezt muss ich die wool auch noch üben – gips dafür ein leerbuch?

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  12. Das kann ich mir leider nicht leisten 😉
    Wie sagte schon die Oma?
    „Eine Kuh
    macht Muh!
    Viele Kühe
    machen Mühe!“
    In diesem Sinne einen schreibfreudigen Tag und hütet euch vor den bösen, überall lauernden Grammatik-Fehlern bei der Interpunktion.

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  13. Wieso sind dir Zeichensetzungsfehler in der Grammatik fremd? Das ist doch genau das angesprochene Problem! xD Die Grammatik bezeichnet in der Linguistik jede Form der systematischen
    Sprachbeschreibung. Fälschlicher Weise wird die Grammatik in der Umgangssprache auf die Morphologie von Worten reduziert. In der Linguistik umfasst der Begriff Grammatik jedoch alle Bereiche, in denen die Gliederung sprachlicher Einheiten untersucht wird, einschließlich der Phonologie und Semantik, soweit sie sich auf Regeln zum Aufbau von sprachlicher Bedeutung beziehen.

    Mir gefällt dein Blog aber trotzdem. War ja auch nur ein gut gemeinter Rat an alle Freelancer da draußen. Ich habe mit den gleichen Problemen zu kämpfen, aber man darf sich ja nicht unterkriegen lassen. Am besten man gibt den pingleigen Lektoren halt keine unnötigen Kritikpunkte…

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  14. Aah! Dann bedanke ich mich für den gut gemeinten Rat, freue mich, dass ich weder Germanistik noch Linguistik noch Archäologie studiert geschweige denn Morpheus geheiratet habe, freue mich noch mehr, dass ich kein pingleigen Lektor bin, überfreuen tu ich mich, dass ich kein Semantik-Problem habe und dann noch mal, dass ich keine gleichen Probleme habe und weiß, wo grammatikalisch korrekte Punkte, Kommata, Striche und Kurven hingehören.

    Sach ich doch, süß! Auch dafür danke 😉

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  15. Diese Feindseligkeit! Ich habe auch nicht Germanistik studiert, aber etwas Allgemeinbildung kann man wohl noch erwarten. Ich gebe gerne zu, dass ich Fehler mache und noch noch viel lernen kann. Ich freue mich auch, du scheinst ein problemfreies Leben zu führen! Leider geht das nicht allen so. Der Rat war auch nicht exklusiv an die gerichtet, sondern viel mehr an die vielen Texter, die nicht über ein Studenlonhn von 2 Euro kommen. Die haben vielleicht das eine oder andere Problem mit dem sie fertig werden müssen.
    Informiere dich nächstes Mal halt besser, bevor du jemanden lächerlich machen möchtest. Das gleiche gilt für die anderen überaus geistreichen Kommentatoren hier…. Richtig süß!

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  16. Da dir mein Blog so gefällt, hast du sicher auch meinen und einiger geistreicher Kommentatoren Tastatur entflossener Worte entnommen, dass Dumpingpreise unerwünscht sind sowie dafür aus irgendeinem Grund arbeiten müssende Texter vollstes Beileid verdient haben.

    Da du aber außerdem mit leicht schräger Stimme und kritisierter, selbst nicht auf die Reihe bekommender Grammatik inklusive falsch integrierter Kommasetzung so laut und in den Wald reingerufen hast, musst du mit belustigt-ironischen Kommentaren rechnen. Isso.

    Dann werden wir mal sachlich: Zeige mir mir die beanstandeten unzähligen Grammatikfehler, gleich welcher Art, in meinem obigem Text und ich entschuldige mich in aller Form sofort offiziell bei dir.

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  17. Liebe, lieber, liebes Muhkuh! Ich fürchte, dass es gar nicht notwendig ist, dich lächerlich zu machen, was die Wortzauberin im übrigen auch gar nicht tat. Lächerlich machst du dich allenfalls selbst, wenn du dich bemüßigt fühlst, dich über Fehler anderer zu mokieren, wie du es in deinem ersten Kommentar getan hast. Wer nicht einmal einen einzigen Satz fehlerlos zuwege bekommt, sollte mit Ratschlägen jeder Art ganz vorsichtig sein. Bei Problemen mit der deutschen Sprache hilft übrigens der Duden online sehr gut, das als gut gemeinter und auch noch kostenloser Rat von mir! Vielleicht schaffst du es ja damit, über einen Stundenlohn von 2 Euro hinauszukommen. Viel Glück! Wirst du brauchen!

    Zu guter Letzt: You made my day! Danke dafür!

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  18. Erstmal: Muhkühe nix Rechtschreibung! Und who gives a shit bei Kommentaren?

    Ich beanstande auch keine deiner – GRAMMATIK – Fehler. Die sind mir herzlich egal. Ich habe mich nur gewundert, wie es möglich ist, dass du dennoch bei content.de gute Aufträger erhältst.

    Hier trotzdem mal ein paar Fehler in deinem Text:

    „Textsuchende möchten Textbörsen sowie die Leistungen und Fähigkeiten der dort Aufträge annehmenden und schreibenden Texter, unter die strenge Lupe nehmen.“
    Relativsatz: Komma vor „der“. Die Leistungen und Fähigkeiten werden näher beschrieben
    „Der Fairness halber erfolgt ein weiterer Testdurchlauf eine Qualitätsstufe und Preisklasse höher.“
    Relativsatz: Der Testdurchlauf wird näher beschrieben. Komma vor „eine“.
    „Eine Hausfrau kann unter Umständen genauso gute oder gar bessere Qualität liefern wie ein studierter Journalist, die Qualität ist der Einstufung zu entnehmen und schlägt sich auf den Preis nieder.“
    Apposition: „oder gar bessere“ muss von Kommas eingeschossen sein
    „Infinitivkonstruktion mit zu, welche von einem Substantiv abhängt („Qualität“): vor und nach „ist der Einstufung zu entnehmen“ muss ein Komma stehen.“
    „Die Qualität meiner Schreibereien wird sowohl seitens der Textbörse als auch seitens der Auftraggeber anerkannt.“
    Aufzählung mit der Konjunktion sowohl…, als auch: Komma vor „als“
    „Dann liegt das Problem weder bei einer schreibenden Hausfrau noch bei den Textbörsen.“
    Aufzählung mit der Konjunktion weder… noch: Komma vor „noch“

    Viel Erfolg noch.

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  19. Ach, und was ist eigentlich eine strenge Lupe?? Naja… Ist bestimmt alles so gewollt. Ich würde den Text aber trotzdem nochmal genau unter die Lupe nehmen.

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  20. Ach herrje, das ist ja noch besser, als erwartet! Ich schließe mich der kostenlosen Empfehlung an, den (Online-)Duden mal unter die strenge Lupe zu nehmen. Druckversion ist halt teurer und wahrscheinlich übermorgen teilweise schon wieder hinfällig. Doof dann.

    Klasse Muhkuh, diesen Tag werde ich dir nie vergessen. Danke, danke, danke – Lachen hält fit und gesund (punktkommastrichkommaausrufezeichenunddankekommadassdudirfürdenkommentarshitsovielzeitgenommenhastpunkt).

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  21. Ich habe mir die deutsche Rechtschreibung nicht ausgedacht und es bleibt jedem frei sich daran zu halten. Als professioneler Texter wäre das aber sinnvoll 😉
    Außerdem hat die Zauberin ja danach gefragt…

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  22. Hei,

    ich habe auch nicht Germanistik studiert, schreibe vermutlich manchmal wirklich für 2 Euro die Stunde, manchmal auch nicht. Wenn ich arbeite, schreibe ich nach Vorgabe, Wenn ich blogge wie Nicole hier, dann schreibe ich so, wie mir der Schnabel gewachsen ist und Tippfehler und anderes können vorkommen. Der Blog ist ja mein Hobby.
    Aber ich hatte bei meinem späten Abitur im Alter zwischen 35 und 38 Jahren .. auch schon ne Weile her, durchgängig 15 Punkte in Deutsch und Philosophie (vor der Rechtschreibreform und da habe ich zuweilen etwas dran zu knabbern, auch immer noch) und habe früher viele Jahre in der Textverarbeitung eines namhaften Industriebetriebs in Kiel gearbeitet, der Druckmaschinen für die graphische Industrie herstellte. Unsere Kunden waren unter anderem Firmen wie die New York Times und die Prawda. Später war ich noch eine Weile Chefin der Textverarbeitungsabteilung der GEMA Hamburg.
    Heute bin ich alt und froh, mir mit der SEO-Texterei ein Taschengeld zu verdienen. Ich bin auch so ehrlich das zuzugeben. Nicole ist wesentlich höher eingestuft als ich und wenn ich Dir jetzt sage, was falsch oder richtig ist, dann mache ich das einfach aus dem Bauch und aus Erfahrung und nicht nach irgendwelchen Büchern oder Grammatik- beziehungsweise Kommata-Regeln.

    Zu:
    Textsuchende möchten Textbörsen sowie die Leistungen und Fähigkeiten der dort Aufträge annehmenden und schreibenden Texter, unter die strenge Lupe nehmen.
    Relativsatz: Komma vor „der“. Die Leistungen und Fähigkeiten werden näher beschrieben.
    Meine Meinung: In dem Satz oben sollte man gar kein Komma setzen, an keiner Stelle. Sagt wie gesagt mein Bauch.
    ….
    Zu:
    „Der Fairness halber erfolgt ein weiterer Testdurchlauf eine Qualitätsstufe und Preisklasse höher.“
    Relativsatz: Der Testdurchlauf wird näher beschrieben. Komma vor „eine“.
    Meine Meinung dazu:
    Nein, der Satz ist so vollkommen richtig, da kommt nirgends ein Komma hin.
    ….
    Zu:
    Eine Hausfrau kann unter Umständen genauso gute oder gar bessere Qualität liefern wie ein studierter Journalist, die Qualität ist der Einstufung zu entnehmen und schlägt sich auf den Preis nieder.“
    Apposition: „oder gar bessere“ muss von Kommas eingeschossen sein
    „Infinitivkonstruktion mit zu, welche von einem Substantiv abhängt („Qualität“): vor und nach „ist der Einstufung zu entnehmen“ muss ein Komma stehen.“
    Meine Meinung dazu:
    Du irrst Dich, ich würde das genauso schreiben wie Nicole es gemacht hat.
    ….
    Zu den nächsten beiden Punkten:
    Die Qualität meiner Schreibereien wird sowohl seitens der Textbörse als auch seitens der Auftraggeber anerkannt.“
    Aufzählung mit der Konjunktion sowohl…, als auch: Komma vor „als“
    „Dann liegt das Problem weder bei einer schreibenden Hausfrau noch bei den Textbörsen.“
    Aufzählung mit der Konjunktion weder… noch: Komma vor „noch“
    Meine Meinung dazu:
    Du irrst Dich schon wieder.

    Das sagt alles mein Bauch. Ich bin nämlich keine Deutschlehrerin, nur eine Ex-Sekretärin und späte Schülerin mit ner Eins plus in Deutsch in der Abiturnote von übrigens mal 1,9.

    Aber wenn ich es mit Kunden zu tun habe, die sich wegen solcher Dinge dann mit Änderungen melden und nicht locker lassen, dann habe ich in Portalen wie Textbroker oder Content durch den Support jedenfalls Hilfe.

    Und es ist mir aufgefallen, dass ich viel häufiger mit solchen Kunden zu tun hatte, als ich zu Anfang ganz tief unten eingestuft war. Inzwischen ist das anders, habe mich hochgewuselt und meine Befürchtung, es würde schwerer für mich, war falsch. Umso weiter oben ich schreibe, umso mehr super oder Krönchen und Sternchen kriege ich von den Kunden.
    Ich behaupte übrigens nicht, fehlerfrei zu sein. Wer ist das schon?

    Alleine die Vertipper, die ich zuweilen später finde, erschrecken mich ab und zu selbst. Kein Mensch ist ein Roboter, auch kein Texter. Das wird auch jedem Texter ähnlich ergehen.

    Und bei wie Du so schön bemerkt hast Dumpingpreisen von 2 Euro die Stunde hat man nicht die Zeit, sich einen Text 20 x durchzulesen, bevor man ihn abgibt, denn sonst kriegt man diese 2 Euro die Stunde nichtmal mehr zusammen.

    Würden die Kunden etwas mehr zahlen, könnte man anders arbeiten, aber die meisten tun es ja nicht.

    Du denn???

    Bist Du Kunde bei einer der von mir genannten Textbörsen?

    LG
    Renate

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  23. Nachtrag:

    Also da ich so fleißig war, den ersten Satz, den Du korrigiert hast, bei Nicole nochmal zu suchen, muss ich Dich enttäuschen, der war auch richtig … ich habe ihn gerade kopiert, aus dem Originaltext hier:

    Leistungen und Fähigkeiten der dort Aufträge annehmenden und schreibenden Texter unter die strenge Lupe nehmen.

    Da kommt kein Komma hin und Nicole hat auch nirgends eins gemacht gehabt.

    Also wenn Du schon was korrigierst, dann sei doch so gut und kopiere das auch so, wie es war.

    Danke schön.

    LG
    Renate

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  24. Hallo Renate,

    Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung. Häufig ist es ja auch nicht ganz eindeutig mit der Kommasetzung. Leider gibt es, wie du ja auch erwähnt hast, viele Auftraggeber, die das extrem genau nehmen. Deine Erfahrung, dass es besonders am Anfang viel zu meckern gibt, kann ich teilen. Ich, und viele andere Texter, haben den skandalösen Verdacht, dass es die Textbörsen neuen Textern absichtlich schwer machen in der Berwerung aufzusteigen, um die niedrige Bezahlung bei hoher Qualität ausnutzen zu können.

    Ich habe erst vor einigen Tagen bei einer kleineren Textbörse angefangen. Dort bekomme ich momentan ca. 2cent pro Wort. Während meine ersten Ich bin auf das Texten aber nicht angewiesen und betreibe es nur als Hobby. Für ich für meine ersten 2 Arbeiten habe ich lediglich 2 von 5 Sternen erhalten. Für die letzten 6 waren es jeweils 3 oder 4. Ich glaube fast, dass 5 Sterne nur in seltenen Ausnahmefällen vergeben werden. Ich komme so momentan auf einen bescheidenen Studenlohn von 12 Euro (zzg. Mehrwertsteuer). Ich denke, dass ich das in den nächsten Wochen noch steigern kann, falls ich Zeit finde. Mir gefällt jedoch das Konzept sehr gut. Ich reise viel und befinde mich über weite Strecken im Ausland. Dennoch kann ich jederzeit für ein paar Euro texte schreiben. In Dollar umgerechnet, ist der Lohn dann auch gar nicht mal sooooo schlecht.

    Textbroker und conten.de habe ich noch nicht ausprobiert, deshalb wollte ich mich hier informieren.

    Viel Erfolg weiterhin.

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  25. Lieber/r/s Muhkuh,

    du wolltest dich also hier informieren. Fein gemacht. Jetzt bitte ich dich, (wer findet den Fehler?) nachdrücklich deine, Erkundungsreise anderweitig fortzusetzen. Informieren kannst du dich bei den Textbörsen direkt (AGB, FAQ, Forum, Blog, etc.) und nicht Renate, zu kostenloser Umsonst-Tipperei reizen. Ich habe leider, auch keine Dauerzeit, zum Lachen, weil ich mitten, im Umzug stecke und nebenbei bezahlt, tippen muss – fehlerfrei.

    Weitere Sinnlos-Kommentare von dir, mögen sie (Komma) noch so lustig sein, werde ich daher, löschen (Komma) bzw. wenn nicht anders geht, als Spam einstufen.

    Danke dir erneut, viel Erfolg noch!

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  26. Wer immer Du auch sein magst, Muhkuh .. habe heute sehr gelacht und das tat gut .. hatte ziemlichen Stress in der früh .. Du hast es geschafft mich davon abzulenken … also falls Du Freelancer bist wie wir … egal wie Du schreibst oder falls Du was anderes machst (mein bester Kunde ist Legastheniker und verdient sicher mehr als ich, weil der was von der SEO-Verlinkerei kennt, aber seine Texte kann er halt nicht alleine schreiben) .. ich drück Dir die Daumen, dass auch Du irgendwie auf diese Weise überlebst wie wir alle. LG Renate

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