Bindestrich, Gedankenstrich, ich fass es nich

Wieder einmal stellt sich die Frage, wer den Längsten hat. Ist es der Bindestrich? Ist es der Gedankenstrich? Sind beide gar gleichberechtigt?

Eigentlich ist es ja so: Der Binde-Strich verbindet Worte, der ist kurz. Der Gedankenstrich lässt nach dem – Strich Gedanken folgen. Der ist lang, weil das Denken brauch ja immer etwas mehr Zeit, als schlichte Worte zu verbinden.

Nun ist das so bei den meisten Textbörsen, vielleicht auch bei allen – (ich denke gerade!) die Eingabemasken übernehmen die Lang-Kurz-Formatierung nicht. Binde- und Gedankenstrich sind also bei allen Bemühungen, die Gedanken lang und die Verbindungen kurz werden zu lassen, gleich lang oder kurz, gleichberechtigt eben.

Da sind sie wieder, unsere Dementoren Editoren: Sie wollen vom Autor das Unmögliche möglich gemacht haben – die Programmierung der Eingabemaske soll überlistet werden, sonst droht Abwertung. Autoren und Texter müssen auch Trickser sein und dem Gedankenstrich die gebührende Länge zukommen lassen. Geht nicht? Gibt’s nicht!

Gut, dass nicht alle Textbörsen Dementoren Editoren beschäftigen, die offensichtlich mindestens bei Harry Potter studiert haben und Autoren und Texter mit Zauberlehrlingen verwechseln, die nicht nur mit Worten, sondern auch mit der strichlangkurz gestringten Programmierung der Eingabemaske der Plattform zaubern können.

Bestimmt haben wir alle nur den richtigen Zauberspruch nicht gelernt, wir Vollpfosten! Wo ist Hermine?

6 Antworten zu “Bindestrich, Gedankenstrich, ich fass es nich

  1. Da ist keineswegs Zauberei erforderlich, man muss sich einfach mal zwei Sekunden mit ASCII-Codes beschäftigen, schon sind korrekte Binde- und Gedankenstriche kein Hexenwerk mehr.

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    • Och, du Horst, weißte, für manche Menschen grenzt das an Zauberei, davon abgesehen, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Nicht jeder Auror und Texter muss sich mit HTML, BB, ACSII & Co auskennen, auch nicht von Haus aus wissen, dass es so was gibt und was das ist.

      Klär doch die keine Zauberkürzel auf der Tastatur beherrschenden Kollegen, falls du außer ein Horst einer sein solltest, einfach auf, welche Kürzel sie für welche Strichlänge nehmen müssen und natürlich auch die unterschiedlichen Varianten bei den unterschiedlichen Betriebssystemen und wie das an den unterschiedlichen mobilen Geräten funktioniert.

      Weiterhin wäre es Aufgabe der Textbörse, einen einheitlichen Kurs zu fahren, statt heute Hü, morgen Hott, übermorgen Trott … oder aber die Eingabemaske entsprechend zu programmieren, ist ja nun für studierte Praktikanten kein Kunststück beziehungsweise sollte es nicht sein … oder aber, selbst zu informieren, wie die Eingabe seitens eines unbedarften Auroren zu erfolgen hat, damit die Dementoren zufrieden sind.

      Das wäre noch weniger Hexenwerk als etwas zu verlangen, von dem sie selbst nicht wissen, wie es geht. Auch das hat sich nämlich in der Vergangenheit des Öfteren herausgestellt: Solche Tipps, welche Codes für welche zauberhaften Buchstaben- und Zeichen- und Formatierungsergebnisse zu verwenden sind, die urplötzlich verlangt werden, dann mal wieder nicht weil es ja laut Verantwortlichen gar nicht geht, dann wieder urplötzlich doch verlangt werden, kamen im Fall der Fälle, wenn es zu spät war, ausschließlich von freundlichen Kollegen. Nicht von den Dementoren, nicht von deren Weisungsbefugten oder Untertanen und auch nicht von hochmütigen Horsten, die nur irgendwas besser wissen, um zu verkünden, dass sie es besser wissen.

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  2. Zunächst einmal: Sie bezeichnen hier andere Menschen als „studierte Praktikanten“, „Dementoren“ und „Weisungsbefugten oder Untertanen“ und werfen mir Hochmut vor? Da erübrigt sich eigentlich jede weitere Diskussion, aber da Sie ja so freundlich um Aufklärung baten: Ein Gedankenstrich lässt sich – unabhängig vom Betriebssystem – mit dem Tastaturkürzel ALT + 0150 setzen. Das lässt sich ohne Weiteres mit einer Suche bei Google herausfinden – so liefert beispielsweise der erste Link beim Suchbegriff „Gedankenstrich Tastatur“ sofort ein passendes Ergebnis.
    Diesen Rechercheaufwand kann man, denke ich, durchaus von jemandem erwarten, der sich als Autor oder Texter bezeichnet und mit dem Schreiben von Texten Geld verdienen möchte.

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    • Getroffener Hund?

      Die studierten Praktikanten werden von den Verantwortlichen selbst so betitelt. Dementoren und Auroren sind schlicht entlehnte, analogisch passende Begriffe, die Weisungsbefugnis und die damit logisch verknüpfte Tatsache, dass es in der Hierarchie darunter Tätige gibt, ist Standard in der Arbeitswelt.

      Weiterhin: Um einen Rechercheaufwand und die Umsetzung der Ergebnisse erwarten zu können, muss zunächst die Kommunikation einer entsprechenden – vor allem nicht die der entgegengesetzten- Erwartungshaltung erfolgen. Ist dies nicht der Fall, dürfen Auroren guten Gewissens davon ausgehen, dass sie (der kommunizierten Erwartungshaltung) komform handeln und dafür nicht die Rache der Dementoren zu spüren bekommen.

      So einfach ist das.

      Was hingegen weniger einfach ist, ist dennoch die Code-Eingabe auf verschiedenen Geräten und – je nach Konfiguration – in unterschiedlichen Betriebssystemen.

      Am Rande noch der Tipp des Tages: Humor ist, wenn Mann trotzdem lacht.

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