Wortzauber, Wortkunst, Suchmaschinenoptimierung und die Leser …

logo-schlange_kleinWortzauber. Bei Wikipedia ist Wortzauber als magische Kunst definiert. Da bin ich ja gleich in meinem Element, denn das ist er, eine Kunst, auch außerhalb von Esoterik, Magie und Okkultismus. Am Anfang war schließlich das Wort. Mit dem Wort wurde die Welt erschaffen, sagt jedenfalls die Bibel, und noch heute bestimmen Worte die Welt. Unter anderem – im Internet, auch in Büchern. Die Kommunikation findet neben der Körpersprache  und unbewusster Wahrnehmung/Aussendung ebenfalls über Worte statt.

Wortzauber ist also eine Kunst, derart mit Worten umzugehen, dass eine kleine Welt erschaffen wird. Im Bereich der Autoren, Texter und anderer Schreiber bedeutet das, ein Bild in den Kopf des Lesers zu zaubern oder bestimmte Assoziationen zu wecken, so dass dieser sein eigenes Bild bastelt.

Suchmaschinenoptimiert soll der Text natürlich auch sein. Diese Problematik stellt sich nicht erst seit WDF/IDF oder wie das noch heißt. Es ist eigentlich schon immer so, dass nach bestimmten Suchbegriffen gefiltert und bewertet wird. Solche in einem Text unterzubringen, erfordert keine besondere Analyse, ein bestimmtes Thema bedingt zwangsweise die Verwendung relevanter Begriffe – wenn der Text gut ist.

Das Rad neu erfinden? Inhaltlich gibt es kaum etwas, was nicht schon in dieser oder jener Form im Internet oder in Büchern zu finden wäre. Bleibt also: Wortkunst. Ein Text muss nicht nur informativ und inhaltlich korrekt sein, sondern den Leser auch fesseln. Na gut – das muss außerdem über den Seitenaufbau geschehen, denn ein starrer Textklotz wirkt für Leser und Suchmaschinen abschreckend.

Es ist also tatsächlich Wortzauber, der einen guten Text ausmacht. Einen guten Text, der sowohl von Suchmaschinen als auch von Lesern gerne inhaliert wird und möglicherweise gar noch ein Ziel erreicht: Der Leser interessiert sich für ein Produkt oder bekommt Antworten auf Fragen. Zaubert die Wortkunst ein Bild, weckt sie Emotionen, wirkt sie seriös? Diese und weitere Fragen gilt es, zu analysieren.

Wie aber werden Emotionen geweckt, wie entstehen Bilder in Köpfen, ohne, dass ein Text unseriös wirkt? Das ist eigentlich ganz einfach. Der Zauber wird durch das kunstvolle Spiel mit Worten gewirkt. Die Regeln der Germanistiker dürfen dabei gerne mal außer Kraft gesetzt werden, so, wie es bei gemalter Kunst auch geschieht – hier sind es halt die Regeln des konservativen Kunstlehrers.

Eine flauschwarmmollige Mütze mir nordischem Inka-Charme wirkt allemal interessanter, als eine kopfwärmende Inkamütze mit norwegischem Muster. Das Muster ist auf dem Produktbild zu sehen, das Design auch, dazu braucht es keine weiteren Erläuterungen, aber was zur Hölle ist flauschwarmmolliger nordischer Inka-Charme? Nun wird das Wortbild gemalt und der Leser versteht intuitiv, dass diese Mütze etwas Besonderes ist. Unique Content ist damit auch garantiert.

Das mit den Zeichen und Formulierungen, die bei studierten Dementoren Editoren auf Unverständnis stoßen, hatten wir ja schon. Mut zum Wort heißt die Devise, gefolgt vom Mut zu Zeichen und Kombinationen. So werden Nischen abgedeckt, so entstehen einzigartige Texte. Nicht durch das sture Befolgen von Regeln und starrer, studierter Sprachmoral, die eher tot als lebendig anmutet.

In diesem Sinne – lasst das Kind in euch raus und jongliert mit den Worten, lasst sie zum Zauber werden, zu einmaliger, beeindruckender Kunst!

3 Antworten zu “Wortzauber, Wortkunst, Suchmaschinenoptimierung und die Leser …

  1. Brav! Heute haben wir in Wien ein trübes, nebliges Wetter für die flauschwarmmollige Mütze bzw. Haube, wie das Ding hier heißt. Ich schick trotzdem ein paar virtuelle Sonnenstrahlen in den hohen Norden!

    Gefällt mir

    • Die Sprachvariationen sind ja mal interessant 😉
      Hier ist das recht mild und blauhimmlig zur Zeit, die Haube heb ich mir für schlechte Eiszeiten auf, danke *grins* Wird bestimmt im Januar je nach Wind …

      Gefällt mir

  2. Wenn am Anfang das Wort war, dann haben wir doch einen gottgewollten Job … ich hatte noch nie einen, der mir so viel Spaß gemacht hätte, auch wenn ich vom Schreibstil her sicherlich nicht ganz so gut bin wie Du, aber ich arbeite daran.
    Ich habe diesen schönen Text über unseren Beruf mal verlinkt und hoffe, meine Stammleser werden so bald auch Deine.

    http://pferde-tiere-gesundheit-soziales-zeit.blogspot.de/2014/02/ein-bisschen-wortzauberei.html

    Einen schönen Abend noch
    Renate

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s