Gestörtes Verhältnis, unnormale Hunde und andere Scherze

jackoDarf ich vorstellen? Das ist Jacko. War Jacko. Einst ein Panikhund von Teneriffa, später souveräner Rüde. Der Podenco-Husky, den ich hier schon erwähnt hatte.

Ihm habe ich den Ruf „Die Bekloppte mit dem Hund“ zu verdanken. Diesen Titel trage ich heute noch mit Stolz. Woher er kam? Na, weil er und ich – später, als er gesellschaftsfähig war – unzertrennlich waren, täglich um die 20 Kilometer mit dem Rad unterwegs waren, er mich immer wieder abgehängt, dann aber ganz lieb gewartet, ohne mich wollte er schließlich auch nicht sein. Also: Wir hatten Fun!

Heute habe ich ja den großen, schwarzen, gefährlichen Hund, siehe Link oben. Jetzt bin ich nicht mehr die Bekloppte mit dem Hund, oder wie später und zwischendurch, die Bekloppte mit den Hunden, nein, heute haben Hunde ein unnormales Verhältnis zu mir. Das ist bedenklich!

Warum? Weil Jacko so treu war, und der schwarze Racker ist es auch. Es ist unnormal, dass Hunde ihren Menschen so lieben. Ausgerechnet Rüden! Es ist nicht gut, wenn sie ihrem Menschen vertrauen und nicht sauer sind, wenn sie mal einen Anschiss kriegen, weil sie pöbeln (Der schwarze Racker setzt beim Spielen gerne seine Zähne ein, das nur als Beispiel, darf er an meiner Alabasterhaut nicht, nö.). Es ist also bedenklich. Rüden befolgen keine Regeln von einer kleinen Blondie.

Ok – das nehmen wir mal so hin. Ist es eben bedenklich, wenn Hunde mich mögen. Akzeptieren.

Sind wir ehrlich: Es waren ausnahmslos Männer, die solche Sprüche brachten. Damit sage ich nichts gegen Männer, ich mag euch, sonst hätte ich sicher nicht vorzugsweise Rüden (äh, ja, gestörtes Verhältnis). Hunde handeln nicht nur nach Instinkt und Trieb, sondern auch nach den oft weggeredeten Emotionen, Empathie, Intelligenz, Denkfähigkeit. Sie können sehr wohl unterscheiden. Sicher sehen sie in mir nicht das Blondchen, das sie gerne mal, nee, das sind doch Rudeltiere, keine ferngesteuerten Dominanz- und Sexbestien … nur mal so am Rande erwähnt.

Deshalb nehmen sie solche Scherze nicht ernst. Würden sie sagen, was sie von gestörten Verhältnissen halten, was sie dafür halten und wie sie darüber denken, autsch, da könnte sich manch ein Mensch wimmernd vor Selbstmitleid die Füße lecken. Wenn er dran käme.

Wie komme ich da ausgerechnet heute drauf? Ja, weil: Heute sagte unsere Tierärztin zu mir: „Jacko kannst du doch mit nichts vergleichen, der hat so in sich selbst geruht!“ Mir flossen die Tränen. Weil sie recht hat. Weil ich ihn vermisse. Weil ich im Nachhinein stolz bin, dass in „nur“ drei Jahren aus einem totalen Panikhund dieses Prachtexemplar wurde und bis zum Ende blieb.

Ja, da habe ich gerne ein gestörtes Verhältnis, unnormale Hunde und lache über andere Scherze.

Was ist mit all den anderen Hunden, mit denen die Besitzer nicht mehr klarkamen, die dann Hals über Kopf bei mir landeten? Die niemals nur ein einziges Anzeichen der „Probleme“ bei mir gezeigt haben, die inzwischen alle glücklich vermittelt sind? Da habe ich noch mal gerne ein gestörtes Verhältnis und unnormale Hunde und lache über andere Scherze.

Nun soll mein großer, gefährlicher, schwarzer Hund auf den „Platz“. Sagt ein Mann mit einer garantiert ungestörten Border Collie Hündin. Wahrscheinlich war Hundeplatz gemeint. Warum? Weil der inzwischen große, gefährliche Hund Angst vor Fahrrädern hat, er wurde nämlich als Welpe mal von einem angeschubst, neben mir an der Leine. Ergo: Er ist nicht sozialisiert. Sagt Mann. Seine Angst vor Fahrrädern verliert er nun ganz sicher auf nem SpielHundeplatz. Ja.

Außerdem, weil er als knapp einjähriger Rüde die Welt der Gerüche grad neu entdeckt und gar nicht weiß, wohin mit sich. Also soll er auch kastriert werden – nicht mal ausgewachsen, nicht charakterfertig. Klar. Außerdem auch noch, weil er keine Schlaftablette ist, sondern ein Powerpaket.

Kann er doch nichts zu, wenn Madame Border Collie mit knapp vier Jahren nur neben ihrem Mensch hertrottelt und vor allen Hunden den Schwanz einzieht. Nicht vor meinem Racker, dem großen, gefährlichen, schwarzen. Den kennt sie, den mag sie, den weist sie auch in die Schranken. Nein, das ist nicht das Problem, sondern: SO hat ein Hund zu funktionieren. Nebenhertrotteln. (Nicht falsch verstehen, ich mag die Hundedame!)

Fazit: SO hat der Mensch kein gestörtes Verhältnis zum Hund und der Hund wird niemals unnormal. Schon gar nicht freiwillig anhänglich nebst selbstsicher untergeordnet oder andere Scherze. Wer findet den Fehler?

Gruß zur Nacht an alle Vierbeiner mit ihren Zweibeinern 😉

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